DAUG

Die Deutsch-Afghanische Universitäts-Gesellschaft ist eine gemeinnützige unparteiische Organisation. Sie unterstützt Projekte des akademischen Wiederaufbaus an Universitäten in Afghanistan, fördert den Kulturaustausch, gibt Informationen heraus und veranstaltet Seminare und Konferenzen. Damit pflegt und fördert sie die Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan auf den verschiedensten Gebieten.

 

Projekte

 

iDA-Materialien zur Begleitung geflüchteter Studierender

Mit dem Band „Materialien zur Begleitung geflüchteter Studierender“ ergänzt die iDA ihr Kursangebot. Artikel zu Bildungshintergründen, Recht und Trauma stehen zum Download bereit. Bis zum Sommer wird die Loseblattsammlung sukzessive erweitert mit Informationen zu Herkunftsregionen, Praxisbeispielen und Übungen zur Beratung in Englisch.

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CIM-Forum 2018: Afghanische Diaspora für Entwicklung

Zahlreiche internationale Studien belegen, dass Migration Entwicklung fördern und sich sowohl auf das Herkunfts- als auch auf das Aufnahmeland positiv auswirken kann. Migrantinnen und Migranten sowie ihre Organisationen spielen hierbei eine Schlüsselrolle.

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Aziz Ahmad Panjshiri

Wir sind von Gott und zu Ihm ist die Rückkehr*

Professor Aziz Ahmad Panjshiri, Sohn des Neyk Mohammad, kam 1950 im Dorf Rokha des gleichnamigen Distrikts in der Provinz Panshir auf die Welt. Nach seinem Schulabschluss am örtlichen Wirtschaftsgymnasium nahm er 1968 ein Studium der Geschichte und Geographie an der Universität Kabul auf und erlange 1971 den Bachelor-Abschluss. 1972 wurde er als Dozent an der Universität Kabul nominiert und erlangte infolgedessen weitere akademische Grade. In Folge des Bürgerkrieges wurde die Universität Kabul zeitweise geschlossen, Professor Panshiri wurde anschließend vom Außenministerium als Kulturattaché in den Iran beordert.

2009 wurde Professor Panjshiri erneut als Lehrender am Institut für Geographie an der Universität Kabul tätig und setze sich unermüdlich und patriotisch für die Heimat und Lehre ein. Professor Panjshiri emeritierte im Februar 2016. Während seiner aktiven Lehrzeit wurde Professor Panjshiri mehrfach für seine Dienste ausgezeichnet.

Professor Panjshiri gehörte zu den prominentesten Lehrenden der Geographie und Vertretern der Hochschullehre Afghanistans. Er veröffentlichte mehr als 30 wissenschaftliche und kulturelle Arbeiten und gehörte bis zuletzt mehreren Komitees im Dienste der Heimat an. Professor Panjshriri wurde am 5. November 2019 (14.8.1398 nSH) aufgrund seines kulturellen Engagements in den Provinzen Kunduz und Baghlan zum Märtyrer. Er wurde Opfer eines kaltblütigen Anschlags von Feinden der Wissenschaft und Heimat.

Die Kabuler Universität bezeugt diesen feigen und kriminellen Akt gegen einen unserer Wissenschaftler und verurteilt den Anschlag entschieden. Weiterhin erachtet die Universität und insbesondere das Institut für Geographie seine Abwesenheit als einen herben Verlust für die Wissenschaftsfamilie Afghanistans.

*Es handelt sich bei diesem Artikel um eine gekürzte Übersetzung der Todesanzeige von Professor Aziz Ahmad Panjshiri der Kabul University.

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Du bist nicht mehr wo Du warst.
Doch Du bist überall wo wir sind.

Geboren am 30.4.1944 in Zwickau. In Bonn wurde er 1969 promoviert und 1972 habilitiert. 1973 nahm er einen Ruf an die Universität Dortmund an. Bereits 1976, im Alter von gerade einmal 32 Jahren, wurde er auf den Lehrstuhl für Komplexe Analysis an der Universität Würzburg berufen, den er somit 36 Jahre innehatte. Er ist damit bei seiner Emeritierung der Dienstälteste in Forschung und Lehre aktive Professor in der gesamten Geschichte der Universität Würzburg.

daugaward2019Wir freuen uns, Ihnen die Gewinner des DAUG Preises 2019 vorzustellen. Bei den Gewinnern handelt es sich um Lehrende und Studierende der Kabul University.

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Mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass sich unser Kollege, Herr Prof. Dr. Haider Dawar, ehemaliger zweiter Vorstandsvorsitzende der DAUG, emeritierter Professor der Wirtschaftsfakultät der Universität Bonn, im Alter von 92 Jahren, von uns verabschiedet hat. Dieser Abschied fällt den afghanischen Freunden und Kollegen genau so schwer wie den Deutschen.

 

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